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Wichtig zu wissen ist, dass die Beleuchtungsstärke in den Raum hinein rapide abnimmt. Auch die Tageslichtdauer spielt eine ganz erhebliche Rolle für das Wohlbefinden und die Blühfähigkeit der Pflanzen. Tropische Arten, die am Naturstandort ganzjährig etwa 12 Stunden Tageslicht täglich bekommen, sollten bei uns in den Wintermonaten mit nur ca. 8-9 Stunden Lichteinwirkung und oft dazu trüben Wetter unbedingt zusätzlich beleuchtet werden. Für weit im Raum stehende Zimmervitrinen ist eine sehr gute, dauerhafte künstliche Beleuchtung ebenfalls unumgänglich. Dass die Pflanzen auf Licht reagieren, sieht man schon an ihrem zielgerichteten Wachstum der Sonne entgegen. Der Botaniker bezeichnet dies als Phototropismus oder Lichtwendigkeit. Falsch wäre es nun mit Hilfe eines Belichtungsmessers verschiedene Lichtquellen miteinander vergleichen zu wollen, also etwa Tageslicht mit einer Glühbirne. Dabei blieben die unterschiedlichen Spektralbereiche unberücksichtigt. Das von den Pflanzen nutzbare, physiologische Licht erkennt man so nicht. An dieser Stelle sei auf den Zusammenhang zwischen Licht und Temperatur hingewiesen. Jede Pflanze benötigt eine bestimmte Menge Licht, um wachsen zu können. Mit Hilfe des Lichtes wird das aus der Luft aufgenommene Kohlendioxid in pflanzeneigene Substanzen umgewandelt, ein Vorgang, der Photosynthese oder Assimilation genannt wird. Da der Vorgang lichtabhängig ist, kann er nur am Tag erfolgen. Nachts werden die gebildeten organischen Substanzen zur Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge zum Teil wieder abgebaut (Dissimilation). Um wachsen zu können, muss eine Pflanze also am Tag mehr produzieren, als nachts verbraucht wird. Steht sie zu dunkel, kann sie auch nur wenig produzieren. In diesem Fall ist es notwendig, dass die Temperatur nachts im unteren Bereich dessen liegt, was für die Pflanze gerade noch erträglich ist. Dies hat folgenden Grund: Der nächtliche Abbau ist ein biochemischer Prozess und damit wie jeder chemische Vorgang in seiner Geschwindigkeit von der Temperatur abhängig. Je wärmer es ist, umso schneller erfolgt er. Hierdurch wird deutlich, dass die optimale Nachttemperatur niedriger sein muss, als die Tagestemperatur. In der Regel genügen 3-4° C, ich empfehle jedoch bei tropischen Arten 5° C, bei temperierten Arten 6° C und bei winterharten Arten 8° C Unterschied. Den umgekehrten Fall, ein Zuviel an Licht, gibt es nicht! Die angeblichen Schäden durch zuviel Lichteinwirkung werden nicht durch das Licht, sondern durch eine zu große Wärme verursacht. Der Grund für die starke Erwärmung ist der so genannte Glashauseffekt: Kurzwellige Lichtstrahlen werden beim Durchdringen von Glasscheiben und auch Kunststofffolien in langwellige Wärmestrahlen umgewandelt. Die Pflanzen schützen sich zwar vor zu großer Hitze durch
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