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Inzwischen hat sich gezeigt, dass Gattungs- und Artname allein oftmals nicht ausreichend sind. Einige Arten, insbesondere die neuerer Entstehungsgeschichte, zeigen sich sehr flexibel. Die unterschiedlichen Merkmale reichen aber nicht aus, um neue Arten zu beschreiben, sollen aber doch erkennbar sein. Hierzu wurden die neuen Zusatzbezeichnungen Unterart (ssp.), Variante (var.) und Form (f.) geschaffen. Beispiel: Drosera binata var. multifida. Eine Unterart unterscheidet sich durch eine Reihe von Merkmalen deutlich von der ursprünglich beschriebenen Art. Eine Variante hat einige wenige unterschiedliche Merkmale aufzuweisen und eine Form unterscheidet sich oftmals nur in einem Detail, wie etwa einer anderen Blütenfarbe. Alle wissenschaftlichen Pflanzennamen sollen so behandelt werden, als ob sie lateinische Worte wären, ganz gleich, welcher Sprache sie tatsächlich entstammen. Wenn nun auch über die Schreibweise der Namen mittlerweile eine internationale Einigung erzielt ist, so dürfte dies für die Aussprache kaum zu erreichen sein. Jedenfalls setzen sich die englischsprachigen Länder großzügig darüber hinweg, die lateinischen Namen so auszusprechen, wie es vermutlich früher die Römer taten, sondern sprechen sie so aus, als wären es Wörter ihrer Sprache. Auch die Franzosen sprechen z.B. das ‘u’ wie ‘ü’ aus. Trotzdem sollten wir uns bemühen, die Namen so einwandfrei auszusprechen wie möglich und denkbar. Dazu gehört die richtige Aussprache bestimmter Buchstaben und die richtige Betonung. Sicher ist hier nicht der geeignete Platz, die lateinische Sprache zu vermitteln, einige kleine Hilfen können aber doch gegeben werden: Den Römern fehlte in ihrem Alphabet das ‘k’ und das ‘z’, sie hatten nur das ‘c’. Dennoch sprachen sie sicher das ‘c’ in manchen Wörtern wie ‘k’, in anderen wie ‘z’. Hierzu muss man wissen, dass es in der romanischen Sprache harte und weiche Selbstlaute (Vokale) gibt. Hart sind ‘a’, ‘o’, ‘u’ und ‘au’, weich sind ‘ae’ (ä), ‘e’, ‘i’ und ‘y’. Die einfache Regel lautet nun, dass ein ‘c’ vor harten Vokalen wie ‘k’, vor weichen Vokalen dagegen wie ‘z’ gesprochen wird. Weiterhin muss man wissen, dass ‘cc’ stets wie ‘kz’ ausgesprochen wird. Mitlaute (Konsonanten) gelten immer als hart, das ‘c’ vor ihnen wird also stets wie ‘k’ gesprochen. Das ‘ch’ wird nach der gleichen Regel behandelt. Vor harten Selbstlauten und den Mitlauten klingt es wie ‘k’, vor weichen Selbstlauten wie unser ‘ch’. Beispiele: acuminata = akuminata, capensis = kapensis, cistiflora = zistiflora, occidentalis = okzidentalis. Das ‘v’ klingt stets wie ein ‘w’, ein ‘sch’ sprechen wir wie im Deutschen. Das selbstlautartige ‘y’ wird am Anfang eines Wortes wie ‘j’, innerhalb eines Wortes wie ‘ü’ gesprochen. Steht das ‘y’ jedoch zwischen zwei Selbstlauten wird es wieder wie ‘j’ gesprochen. Das ‘i’ wird immer wie ‘i’ gesprochen, also auch vor Selbstlauten.
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